
Aufgrund der immer häufiger werdenden Germanenüberfälle konnte die Nordgrenze der römischen Provinz Noricum, der Limes an der Donau, nicht länger gehalten werden.
476 n.Chr. hörte das Weströmische Reich zu bestehen auf, und viele römische Soldaten und Zivilpersonen verließen in der Folgezeit das Land in Richtung Italien. Die nun folgende Landnahme der germanischen Bayern (von denen der benachbarte Freistaat Bayern seinen Namen hat) dürfte schon bald nach 500 abgeschlossen gewesen sein. Auch in politischer Hinsicht gehörte der Attergau so wie das Kernland des heutigen Österreich bis 1156 zum Herzogtum Bayern. Das Mondseeland war bis 1506 bayrisch, und das Innviertel kam überhaupt erst 1779 zu Bayern zu Österreich.
Die meisten Ortsnamen am Attersee und im Attergau stammen aus der Zeit des frühen Mittelalters, als die bäuerliche Kultur der Bayern bei uns Fuß fasste. Vor allem die Ortsnamen auf
"-ing" deuten auf eine sehr frühe bayrische Besiedelung hin.