
Als es noch kein gut ausgebautes Straßensystem gab, kam den Flüssen und Seen eine große Bedeutung als Transportweg zu.
Schon in der Pfahlbauzeit vor mehreren Jahrtausenden wurde der Attersee mit Einbäumen befahren. Dabei handelte es sich um lange, aus einem einzigen Baumstamm in langwieriger Arbeit ausgehöhlte Kähne, die aufgrund ihrer Länge sehr gut durch die Wellen gleiten konnten. Am Mondsee war der Gebrauch von Einbäumen für die Fischerei bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts üblich, und an der Seepromenade in Mondsee kann man einen originalen Einbaum besichtigen.
Besonders wichtig war in vergangenen Zeiten der Holztransport durch die Flößerei. In der Form von großen Holzflößen, welche mit mehreren Segeln ausgestattet waren, wurde das Holz vom südlichen Teil des Sees bis zum Ausfluss an die Ager gebracht. So ein Transport konnte manchmal mehrere Tage dauern. Die Flöße wurden dann in kleinere Teile zerlegt und über die Ager und Traun bis zur Donau gebracht, wo sie wieder zusammengebaut und bis nach Wien und Budapest weiterbefördert wurden. Den Flößern, die übrigens meist Nichtschwimmer waren, ist an der Seepromenade in Kammer ein Denkmal gewidmet, das an diesen früher so wichtigen Beruf erinnert.