
1897 gehörte Klimt zu den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession, der er bis 1905 als ihr erster Präsident vorstand. Schon um die Jahrhundertwende stellten die Werke Klimts den Mittelpunkt der Wiener Kunst dar.
Um 1908 macht sich in Klimts Landschaftskunst ein bestimmter Wandel bemerkbar. Wie es scheint, wollte er sich neuen Bildkompositionen hinwenden, indem er verstärkt Architekturmotive in Dialog zur Landschaft setzt („Schloß Kammer am Attersee I“), 1908). Diese Gattung der Malerei bleibt aber auf lange Jahre hinaus von den Eigentümlichkeiten der Landschaft, in der sie entsteht, unberührt. Aus dem Bild selber wäre es unmöglich, den Entstehungsort zu ermitteln.
Ein großer Teil seiner Landschaftsgemälde zeigt Motive aus dem Gebiet um den Attersee. Er scheint alle seine Landschaften vor Ort begonnen, aber nur wenige wirklich vollendet zu haben. Viele seiner Landschaften brachte Klimt unvollendet nach Wien und arbeitete dort meist monatelang an deren Fertigstellung.
Klimt erstellte, abgewandt vom akademischen Malstil einen neuen, reich an Schattierungen, der sich auf die hauptsächlichen Charaktereigenschaften der Art Nouveau stützt: goldene Oberflächen, verworrene Schemen und eine direkte Erkundung einiger Themen wie Sexualität und Moralität, ohne dabei die Realität aus dem Auge zu verlieren. Er vereinigte die verschiedenen Richtungen des internationalen Jugendstils und schaffte eine Synthese an Figuren und Ornamenten.
Klimt wird mit seiner Malweise, der Spannung zwischen spröden und geschmeidigen, harten und weichen Formen zum Wegbereiter der Moderne. Mit Hilfe eines Gitterrasters entstanden Malmosaike, Gold und andere Reflexfarben.
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