
Die Gemeinde hat eine Fläche von 24,8 km² und ca. 1600 Einwohner.
Im nordöstlichen Einzugsgebiet des Attersee, wo die Bergrücken der Flyschzone in das Alpenvorland übergehen, liegt das Gemeindegebiet von Aurach. Markanter Mittelpunkt ist der Kirchturm mit seiner charakteristischen Form.
Aus der Geschichte
Der Fund einer Pfeilspitze aus Stein deutet daraufhin, dass bereits in der Jungsteinzeit, als die Pfahlbaudörfer am Attersee errichtet wurden, Jäger auf ihren Beutezügen in die dichten Buchenwälder nördlich des Hongars gekommen sind. Urkundlich nachweisbar ist eine bairische Besiedelung um 800 mit den für diese Zeit üblichen "-ing"-Namen Wörtzing und Jetzing. Der Ortsname Aurach deutet auf eine Siedlung an einem Flußübergang hin.
Im Hochmittelalter (um 1200) gehörte ein Teil des Gebietes von Aurach zum in der Nähe von Passau gelegenen Kloster Asbach/Rott, ein anderer Teil dem Grafen Gebhard von Regau.
1458 weihte Bischof Sigismund von Passau eine Kapelle - Patrozinium hl. Matthäus und hl. Alexius (Eremit/Einsiedler). In der Folge war der Pfarrer von Schörfling verpflichtet, jeden Donnerstag in Aurach eine Messe lesen zu lassen. Im Zuge der Josephinischen Kirchenreform erhielt Aurach 1784 einen eigenen Seelsorger, wurde aber erst 1876 eine selbständige Pfarre. Nachdem die alte Pfarrkirche 1888 abgebrannt war, konnte 1893 der noch heute bestehende Neubau eingeweiht werden.
Interessant ist, dass bereits 1594 in einer Kirchenrechnung ein Schulmeister in Aurach erwähnt wird. In diesem Zusammenhang muss auch die auf die Einsiedelei "nahe der Kapelle St. Alexi" hingewiesen werden, deren Errichtung 1726 vom Passauer Fürstbischof Josef Dominicus auf Ansuchen des Grafen Khevenhüller genehmigt wurde. Der Eremit, Bruder Josef Würth, ehemaliger Kammerschreiber des Grafen Khevenhüller, bekam nämlich auch den Auftrag, die Jugend in Lesen und Schreiben zu unterrichten.
Aurach ist bekannt wegen seiner Gastfreundschaft und Geselligkeit in Nachbarschaft, Dorfgemeinschaften und Vereinen.
Blasmusik, ortsübliche Vereine, eine Theatergruppe und vor allem ein "Volks- und Brauchtumsverein" mit Goldhauben- und Kopftuchgruppe tragen zur Gestaltung von Festen und Feiern bei. Besonders die Auracher Prangerschützen sorgen seit 1978 auch außerhalb des Bezirkes für Aufsehen.
Der Name Prangerschützen leitet sich von dem Böllerschießen am Fronleichnamstag (Prangtag, "prangen" = sich schön anziehen) ab. Von den Auracher Prangerschützen wurde erstmals ein Neujahrsschießen vor dem Landhaus in Linz durchgeführt, und in Aurach selbst findet am Altjahrestag das Silvesterschießen auf dem Ortsplatz statt. Jährlicher Fixpunkt ist weiters der Schützenkirtag zu Alexi (um den 17. Juli).
Bauwerke und Denkmäler
Pfarrkirche St. Alexi
Auf dem Ausläufer einer Eiszeit-Moräne in histoisierendem Stil errichtet; Hochaltar in neugotisch-byzantinischer Form mit betender Maria im Zentrum, flankiert von den beiden Kirchenpatronen hl. Alexius und hl. Matthäus als Schreinwächter; fünf Deckengemälde im hinteren Teil des einschiffigen Raumes stellen das Leben des hl. Alexius dar; im vorderen Teil zeigen weitere Deckengemälde die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes (Darstellung der Geburt Christi in der Apsis).
Schimpl-Kapelle
Vermutlich das älteste Bauwerk in Aurach; dort befand sich viele Jahre eine wertvolle Madonnenstatue (spätgotisch, später barockisiert),
welche in jüngster Zeit durch eine Replik ersetzt wurde.
Hongarkreuz
Dieses weithin sichtbare, überlebensgroße Kreuz mit dem holzgschnitzten Korpus steht seit Juli 1980 auf dem Hongarrücken neben dem Gasthaus Schwarz. Jeweils am letzten Sonntag im Juli findet hier die Hongar-Bergmesse statt.
Alter Troad-Kasten
Der aus dem Nebengebäude eines bäuerlichen Anwesens stammende Getreidespeicher wurde 1986 nach dem Ankauf durch die Gemeinde am Ortseingang aufgestellt und beherbergt ein kleines Heimatmuseum mit bäuerlichen Gerätschaften.