English Deutsch Dutch Czech Magyar
  • Home
  • Winter
  • Kontakt


Find us on facebook
Find us on YouTube
Salzkammergut Blogg
REGIO 13 - Impulse für OÖ
Raiffeisenbank Attersee-Nord
Raiffeisenbank Attersee-Süd
Broschüren herunterladen
Attersee - Geniesse das Leben - Tank auf!
Duft des Attersee<br />
<br />

Geschichte Kirchlicher Bauten

Die Mehrzahl der Kirchen zeigt heute - ebenso wie auch an vielen anderen Orten in Österreich - folgende archetektonische Gestalt: Das Kirchengebäude wurde in der Zeit der Spätgotik (um 1500) errichtet, die Türme bekamen ihre Zwiebelhelme erst in der Barockzeit (um 1700).

Bei der Inneneinrichtung, vor allem bei den Altären, überwiegen heute das Barock und die Neugotik (um 1900). Zahlreiche Umbauten und Umgestaltungen, die im Laufe der Zeit immer wieder durchgeführt wurden, erschweren das Verständnis dafür, wie man sich das Erscheinungsbild unserer Kirchen in früherer Zeit vorzustellen hat. Sob bietet die Pfarrkirche von Gampern mit ihrem für unsere Gegend einzigartigen Flügelaltar ein gutes Beispiel für die Inneneinrichtung einer gotischen Landkirche. Der mächtige Turm wurde aber erst 1890 vollendet. Es war dies eben die Zeit der Neugotik, in der auch die als ewige Baustellen seit dem Mittelalter bestehenden großen Dome (zB. Köln) endlich fertig gebaut wurden.

Wie sahen die ersten Kirchen in unserer Gegend aus? Von den Bauten des Früh- und Hochmittelalters ist außer einigen Grundmauern kaum etwas erhalten geblieben. Wir können aber annehmen, dass es sich ursprünglich überall um Holzbauten gehandelt hat. Als im Zuge der Ausweitung und Intensivierung der Landwirtschaft im Hochmittelalter (12. und 13. Jh.) die Bevölkerung anwuchs, wurden diese Kirchen zu klein und im 15. und 16. Jahrhundert durch gemauerte Bauten im Stil der Spätgotik ersetzt. Der wichtigste Baumeister im Attergau war Stephan Wultinger.

Von der Raumgestaltung her handelt es sich bei den größeren Innenräumen entweder um zweischiffige Hallenkirchen mit mehreren Mittelsäulen (St. Georgen, Schörfling) oder um sogenannte Einstützkirchen mit einem einzigen Mittelpfeiler (Weißenkirchen, Steinbach). Weiters gibt es dann noch Beispiele für kleinere gotische Innenräume ohne die später so störenden Mittelpfeiler. (Abtsdorf, Kemating)

Wohin ist die gotische Inneneinrichtung unserer Kirchen gekommen? Wie bereits erwähnt, ist die Pfarrkirche von Gampern das einzige Beispiel für einen original erhaltenen Flügelaltar in unserer Gegend. Nachdem viele Bauten schon in der Reformationszeit eines Teils ihres gotischen Inventars beraubt worden waren (Bilderstürme), bekamen die Kirchen im Zuge der Gegenreformation eine neue, dem nun herrschenden Geschmack angepasste barocke Inneneinrichtung. Beispiele für die Wiederverwertung von gotischen Statuen, welche ehemals auf Flügelaltären gestanden waren und die man jetzt barock überarbeitete, finden sich in mehreren Kirchen (Attersee, Weyregg, Schörfling, Unterach).

Beispiel für eine original erhaltene Barockeinrichtung sind die Kirchen von Abtsdorf (Mondeseer Bildhauer Meinrad Guggenbichler), Attersee und St. Georgen.

Als dann im 19. Jahrhundert der Barockstil wieder aus der Mode gekommen war, riss man vielerorts die Barockaltäre heraus und ersetzte sie durch neugotische Altäre. Was das 20. Jahrhundert betrifft, so hat es im Atterseegebiet nur einen Neubau gegeben, die evangelische Kirche in der Rosenau (Seewalchen), ansonsten dominierten Umbauten und Erweiterungen (Weyregg, Seewalchen,Nussdorf).

Erwähnt sei abschließend noch, dass auch die Orgeln größtenteils in den letzten Jahrzehnten erneuert wurden und dass der bauliche Zustand der Kirchen durch umfangreiche Renovierungen sehr gut ist.

Linktipps:



zurückzurück

Seite druckenSeite drucken       Seite weiterleitenSeite weiterleiten