
Die Reformen Maria Theresias (1740-1780) und Josephs II. (1741-1790) konnten eine Revolution, wie sie 1789 in Frankreich ausgebrochen war, verhindern.
In der zweiten Hälfte des 18. Jhdt. wurden beispielsweise die
Volksschulen in unseren Gemeinden errichtet, die die elementaren Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen endlich auch für die einfachen Menschen zugänglich machen sollte.
Trotzdem blieb Österreich von den Auswirkungen der Revolution nicht verschont. Mehrmals (1800, 1805, 1809) zogen die Truppen Napoleons
durch unsere Gegend. Es war dies das letzte Mal vor dem Zweiten Weltkrieg, dass ausländisches Militär hierher kam, und deshalb ist die Erinnerung an diese Zeit lange wach geblieben. Plünderungen von Häusern und Kirchen, z.B. in Vöcklabruck, Einquartierungen von Soldaten und die Ablieferung von Lebensmittel lasteten schwer auf der ohnehin armen Bevölkerung. Die französischen Soldaten zogen durch St. Georgen, Seewalchen und Schörfling, in Schloss Kammer wurde ein Lazarett für französische Soldaten eingerichtet, und nur die abgelegenen Orte am See wie Unterach und Steinbach blieben von den Kriegswirren verschont.
Von 1810 bis 1816 kam schließlich der westliche Teil des Attergaues an das mit Napoleon verbündete Königreich Bayern. Die streng bewachte Grenze verlief der Ager entlang und über die Mitte des Sees in südlicher Richtung. Aurach, Schörfling, Weyregg und Steinbach verblieben bei Österreich; Seewalchen, Attersee, St. Georgen, Berg, Straß, Weißenkirchen, Nussdorf und Unterach aber kamen nun für mehrere Jahre unter bayrische Oberherrschaft.
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