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Der Weg ist das Ziel - das Ziel ist Attersee!
12. Juli 2012<br />

Krisenzeit Spätmittelalter

Das Jahr 1348 war ein Schicksalsjahr für Europa.


Die Pest wütete im Spätmittelalter und entvölkerte in kurzer Zeit auch abgelegene Gegenden. Einer bekannten Sage zufolge stammen alle Menschen des Atterseegebietes von einem Paar ab, das die Pest verschont hatte: "Am Attersee wütete die Pest so fürchterlich, dass nur ein Mann in Fasching bei Unterach und eine Frau in Weyregg am Leben blieben, ohne voneinander zu wissen. Der Mann schaute nach Menschen aus und sah den Rauch in Weyregg, zugleich hatte die Frau den Rauch in Fasching bemerkt. Beide fuhren sogleich der Richtung nach und trafen sich mitten auf dem See. Von diesem Paar stammten die späteren Bewohner am See ab". So die Sage!

Klimatische Veränderungen mit Missernten und Hungersnöten sowie die Unterdrückung durch die Obrigkeit taten ein Übriges, um das Lebensgefühl zu dämpfen und die Existenzangst zu stärken. Der Glaube an den nahenden Weltuntergang war damals eine feste Überzeugung. Deswegen war die Darstellung des Jüngsten Gerichtes ein beliebtes Thema in der kirchlichen Kunst. Ein wichtiges Beispiel aus der Zeit um 1500 in unserer Gegend ist das Gemälde auf der Rückseite des gotischen Flügelaltares, die "Gamperer Hölle". (Zur Besichtigung muss man um den Altar herumgehen!)
Trotz all der negativen Aspekte ist das Spätmittelalter eine sehr fortschrittliche Zeit. Die Städte werden ausgebaut und ihre wirtschaftliche Bedeutung und ihr politischer Einfluss werden immer größer. Ein Ausdruck dieser Tatsache sind die beiden Stadttürme von Vöcklabruck. Das Bauwesen erlebt eine Blütezeit. Die meisten Kirchenbauten in unserer Gegend stammen aus der Zeit der Spätgotik im 15. Jahrhundert.

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